Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus vom 19. Juni bis 01. Juli 2023

  • Gestern Nacht mal wieder nicht in den Club gekommen. Ich würde doch sowieso nur Stress machen.
    Mohammed, 34
    Bankkaufmann, Hobby-Fußballer, geht gern mit seinen Freunden feiern und ins Shisha-Café...
    Antimuslimischer Rassismus trifft unsere Mitmenschen. Jeden Tag. Sprechen wir uns dagegen aus!
    #keinplatzfürhass
  • Heute mal wieder beim Bewerbungsgespräch gefragt worden, ob ich ein Problem mit Frauen in der Führungsebene hätte.
    Samy, 38
    Consultant, in dritter Generation in Deutschland, Sneaker-Addict, fastet im Ramadan...
    Antimuslimischer Rassismus trifft unsere Mitmenschen. Jeden Tag. Sprechen wir uns dagegen aus!
    #keinplatzfürhass
  • Heute mal wieder kein Glück bei der Suche nach einem Sportverein. Die wollen da keinen "Religionsscheiß".
    Sahra, 18
    Schülerin, Babysitterin, leicht TikTok-süchtig, trägt ein Kopftuch...
    Antimuslimischer Rassismus trifft unsere Mitmenschen. Jeden Tag. Sprechen wir uns dagegen aus!
    #keinplatzfürhass
  • Heute Morgen mal wieder mitten auf der Straße angebrüllt worden: „Kopftuch ab!"
    Lina, 40
    Sozialarbeiterin, alleinerziehend, liebt Cafés und Nachmittage mit ihren Freund*innen, Muslima...
    Antimuslimischer Rassismus trifft unsere Mitmenschen. Jeden Tag. Sprechen wir uns dagegen aus!
    #keinplatzfürhass
  • Heute mal wieder in der Schule gesteckt bekommen, dass ich später bestimmt sowieso keine Karriere machen darf.
    Muna, 16
    mit sechs Jahren nach Deutschland gekommen, plant Psychologie zu studieren, muslimisch...
    Antimuslimischer Rassismus trifft unsere Mitmenschen. Jeden Tag. Sprechen wir uns dagegen aus!
    #keinplatzfürhass

„Heute mal wieder…“ – Antimuslimischer Rassismus trifft uns. Jeden Tag.

Muslim*innen und muslimisch gelesene Menschen werden täglich zur Zielscheibe von Hass, Diskriminierungen und rassistischen Übergriffen.

Erst Anfang Mai wurden Berliner Schüler*innen aufgrund antimuslimischer Motive auf einer Klassenfahrt in Brandenburg attackiert. Zugleich wurden in den letzten Wochen in Dessau, Dortmund und Berlin körperliche Übergriffe auf muslimische Frauen gemeldet.

Antimuslimischer Rassismus ist in Deutschland kein Randphänomen, sondern mitten in unserer Gesellschaft verankert.

Antimuslimischer Rassismus endet in tagtäglichen Anfeindungen, in Ausgrenzung und viel zu oft in Gewalt. Ein Problem, das uns alle angeht.

Wie sich antimuslimischer Rassismus anfühlt. Was antimuslimischer Rassismus bewirkt.

Lina, Samy, Muna, Sahra und Mohammed sind fiktive Personen, aber ihre Erfahrungen sind Realität und Alltag in Deutschland.

Die Erfahrungen stehen exemplarisch für den alltäglichen Rassismus, den muslimische und muslimisch gelesene Personen erleben. Die geschilderten Fälle basieren auf echten Vorfällen aus dem Melde- und Beratungskontext und sind Erfahrungsberichte.

Wie es sich anfühlt, Rassismus im Alltag zu erfahren, ist im Folgenden nachzuhören.
Die realen Erfahrungsberichte wurden von muslimischen und muslimisch gelesenen Personen zusammengefasst und eingesprochen.

Die Erfahrungen wurden gesprochen von: Hatice Şahin, Cenk Çiğdem, Mulla Çetin, Merve Şahin-Yılmaz und Nura.

Antimuslimischer Rassismus ist ein strukturelles Problem und betrifft uns alle!

Die tödlichen Attentate von Halle, Hanau, München und Christchurch haben einmal mehr auf schmerzvolle Weise bewiesen, welche Folgen antimuslimischer Rassismus haben kann. In Deutschland und Europa ziehen sich antimuslimische Vorurteile durch die Gesellschaft und bilden den Nährboden für rechte Ideologien und rechtsextreme Gewalt.

Antimuslimischer Rassismus ist jedoch mehr als Gewalt und Hetze. Er ist ein strukturelles Problem und betrifft uns alle: Alltäglich ist, dass Menschen aus rassistischen Gründen einen Job oder eine Wohnung nicht erhalten oder Kinder im Schulalltag diskriminiert werden. All dies geschieht relativ unbeachtet von der Öffentlichkeit.

Nach Sinti*zze und Rom*nja gehören Muslim*innen zu den am meisten abgelehnten Minderheiten in Deutschland. In repräsentativen Umfragen wie der Leipziger Autoritarismus-Studie (2022)¹ geben etwas mehr als ein
Fünftel der Befragten an, negative Einstellungen gegenüber Muslim*innen zu besitzen. Mit Blick auf Hassverbrechen und Übergriffe sind seit drei Jahren erstmalig rückläufige Zahlen festzustellen: Die offizielle Statistik politisch motivierter Kriminalität²  stellt aber nur die Spitze des Eisberges antimuslimsicher Vorfälle dar und zählte für das Jahr 2022 610 islamfeindliche Straftaten sowie 62 Angriffe auf Moscheen (BMI 2023). Gemäß einer aktuellen Studie der Bertelsmann Stiftung (2023)³ erfahren 72% der Muslim*innen in Deutschland rassistische Diskriminierung, womit sie zu einer der am stärksten benachteiligten Gruppen in Deutschland gehören. Der Nationale Diskriminierungs- und Rassismusmonitor des DeZIM (2022)⁴ zeigt gleichzeitig, dass die Mehrheitsgesellschaft gegen Muslim*innen gerichteten Rassismus deutlich seltener als solchen erkennt.

Für eine offene und demokratische Gesellschaft müssen wir uns daher alle einsetzen – auch oder vor allem dann, wenn wir auf den ersten Blick nicht selbst betroffen sind. 

Zeit, ein Zeichen zu setzen!

Unter dem diesjährigen Motto Aktionswoche gegen antimuslimischen Rassismus „Heute mal wieder…“  machen wir auf den alltäglichen antimuslimischen Rassismus aufmerksam.

Mit der Aktionswoche ab dem 19. Juni und dem Tag gegen antimuslimischen Rassismus am 1. Juli treten wir menschenfeindlichen Denk- und Verhaltensweisen gemeinsam und geschlossen entgegen. Wir zeigen, dass gegen Rassismus sein allein nicht ausreicht. Wer Rassismus wirksam bekämpfen und die Werte einer offenen und toleranten Gesellschaft schützen will, muss hinsehen, zuhören, sich solidarisieren und laut werden – egal ob Politiker*in, Künstler*in, Aktivist*in oder jede*r einzelne. Nur gemeinsam können wir antimuslimischen Rassismus bekämpfen.

Antimuslimischer Rassismus geht uns alle an!  Die Aktionswochen 2023 werden von Persönlichkeiten aus der Politik, den Medien und der Kultur unterstützt, wie z. B.

  • „Wir haben ein vielfältiges, muslimisches Leben in Deutschland, das unsere Gesellschaft bereichert. Zugleich ist antimuslimischer Rassismus Teil des Alltags vieler Muslim*innen. Das ist nicht nur eine Bedrohung für Muslim*innen oder Menschen, die aufgrund ihres Aussehens oder der Herkunft für solche gehalten werden. Das gefährdet auch den Zusammenhalt unserer Gesellschaft, die Vielfalt von Kulturen und Religionen und damit unsere demokratische Kultur als Ganzes! Die Bekämpfung von Rassismus in all seinen Erscheinungsformen ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe – also machen wir mit, schreiten wir ein, seien wir solidarisch mit Betroffenen und stärken den Zusammenhalt in unserem Land.“

    Staatsministerin Reem Alabali-Radovan, Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus
  • „Rassismus ist Realität. Zahlen aus dem Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitor (NaDiRa) belegen: Mehr als jede und jeder Fünfte in Deutschland hat bereits Rassismus erfahren. Im Herbst wird der NaDiRa auch Ergebnisse zu Diskriminierungserfahrungen von Muslim*innen vorlegen. Rassismus muss zurückgedrängt werden – Muslim*innen sind gleichberechtigter Teil unserer Gesellschaft! Mit dem Bundesprogramm ‚Demokratie leben!‘ fördern wir bundesweit mehr als 700 Projekte für Demokratie, Vielfalt und gegen jede Form von Extremismus.“

    Lisa Paus, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
  • „Muslimische Vielfalt und muslimisches Engagement sind in Deutschland selbstverständlich. Wir müssen jedoch auch bestehende Muslim- und Islamfeindlichkeit sichtbar machen. Daher wird die Veröffentlichung des BMI-geförderten Berichts des Unabhängigen Expertenkreises Muslimfeindlichkeit ein wichtiger Schritt sein, antimuslimischen Rassismus zu erkennen und Gegenstrategien zu entwickeln. Wir sind alle gefordert, uns Tendenzen der Ausgrenzung entgegenzustellen und für unser freiheitlich demokratisches Miteinander einzustehen.“

    Juliane Seifert, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern und für Heimat
  • „Die Würde jeder*s Einzelnen ist unantastbar, das ist unsere gemeinsame Verpflichtung. Wir stehen geschlossen und stark gegen antimuslimischen Rassismus und gegen jegliche Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Solidarisch. Für eine plurale Gesellschaft der Zukunft."

    Claudia Roth, Staatsministerin für Kultur und Medien der Bundesrepublik Deutschland
  • „Betroffene dürfen nicht alleine gelassen werden. Deswegen widersprechen, melden und solidarisch sein: Ob auf der Klassenfahrt nach Brandenburg, ob in der U-Bahn oder auf dem Amt. Vorurteile und Hass gegenüber Muslim*innen und muslimisch gelesenen Menschen haben in der pluralistischen Migrationsgesellschaft keinen Platz – nicht im Alltag und nicht in unseren Institutionen!“

    Katarina Niewiedzial, Beauftragte des Berliner Senats für Integration und Migration
  • „Antimuslimischer Rassismus ist derart normalisiert, salonfähig & akzeptiert — selbst in anderen Belangen sensibilisierten Kreisen — dass er als Schablone & Intersektionsmuster nicht nur fehlt, wenn gegenwärtige Missstände analysiert & dekonstruiert werden sollen, sondern klaffende, folgenreiche, fatale Lücken — und Wunden — hinterlässt."

    Kübra Gümüşay, Journalistin
  • „Muslim*innen und muslimisch gelesene Menschen in Deutschland sind so vielfältig, wie ca. 5 Millionen Menschen nur sein können. Und doch werden Muslim*innen medial viel zu oft stereotyp dargestellt, mit negativen Eigenschaften versehen und zum Fremd- oder sogar Feindbild gemacht. Das muss sich ändern, denn jede*r hat das Recht, in seiner*ihrer Individualität wahrgenommen zu werden.“

    Elena Kountidou, Geschäftsführerin der Neuen deutschen Medienmacher*innen
  • „Antimuslimischer Rassismus zieht sich durch unsere Gesellschaft – und sogar noch verbreiteter als in der Gesamtbevölkerung sind muslimfeindliche Einstellungen in jener Institution, die eigentlich zum Schutz unserer demokratischen Werte da ist: bei der Polizei. In solchen Feindbildern aber wurzeln Diskriminierung und Gewalt. Dem müssen wir uns entgegenstellen und wirkungsvolle Allianzen schmieden – indem wir beispielsweise den Einsatz gegen antimuslimischen Rassismus und Antisemitismus zusammendenken, anstatt Opferkonkurrenzen zu schaffen.“

    Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank
  • „Antimuslimischer Rassismus wird oft als "Feminismus", "Pro-LGBTQI" und "Pro-Sicherheit" maskiert. Rassismus ist selten offenkundig und eindeutig, sondern meist implizit und schleichend - und dennoch nicht weniger brutal."

    Dr. Emilia Roig, Politologin, Sachbuchautorin und Aktivistin
  • „Wir müssen antimuslimischen Rassismus stärker in den Fokus nehmen. Er reicht bis weit in die Mitte der Gesellschaft. Am Anfang steht alltägliche Ausgrenzung, am Ende Gewalt und Terror."

    (Hakan Demir, Mitglied des Deutschen Bundestags (SPD)
  • „Jeder von uns kann einen Unterschied machen, indem wir aktiv gegen Antimuslimischen Rassismus eintreten. Es beginnt mit kleinen Schritten im eigenen Umfeld: Freund*innen und Familienmitgliedern zuhören, Diskriminierung melden, rassistische Stereotype hinterfragen und uns für eine sichere und gerechte Gesellschaft für alle einsetzen. Gemeinsam gegen jede menschenverachtende Denk- und Handlungsweise – heute und an jedem anderen Tag!"

    Schahina Gambir, Mitglied des Deutschen Bundestags (SPD)
  • „Unser wunderbares Grundgesetz garantiert jedem Menschen in unserem Land die freie Ausübung seiner Religion. Dieses Grundrecht ist für mich essenziell und zeichnet unsere liberale Demokratie aus. Ich wünsche mir, dass die Kulturen und Religionen noch mehr in den Dialog kommen, Vorurteile und Ressentiments gegenüber dem Islam abbauen und den Wert der Religionsfreiheit auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung als Bereicherung begreifen."

    Sandra Bubendorfer-Licht, Mitglied des Deutschen Bundestags FDP
  • „Antimuslimischer Rassismus und Vorbehalte gegenüber Muslim*innen werden unter anderem durch Medien transportiert und finden einen Nährboden in der deutschen Gesellschaft. Muslimisch markierte Menschen werden oft mit Hass und Gewalt konfrontiert. Es ist wichtig, gemeinsam ein starkes Zeichen dagegen zu setzen. Denn wenn wir uns nicht gegen antimuslimischen Rassismus aussprechen, werden nicht nur die Betroffenen im Stich gelassen, sondern auch eine Kultur der Diskriminierung und Ausgrenzung toleriert.“

    Orkan Özdemir, Mitglied des Deutschen Bundestags (SPD)
  • „Vorurteile und negative Einstellungen gegenüber Muslim*innen sind in Deutschland immer noch weit verbreitet. Wir können nur wirksam gegen Rassismus vorgehen, wenn wir auf ihn aufmerksam machen und dabei klar Haltung zeigen. Denn Antimuslimischer Rassismus geht uns alle an und hat keinen Platz in unserer Gesellschaft!“

    Filiz Polat, Mitglied des Deutschen Bundestags (Bündnis 90 / die Grünen)
  • „Die Liebe zu Gott, zur Familie, zur Community, zu energiespendenden Traditionen - das alles sind Resilienzfaktoren. Wer Muslim*innen attackiert, attackiert nicht nur Menschenleben sondern auch Kraftquellen einer offenen, warmen Gesellschaft."

    Sookee, Aktivistin & Rapperin
  • „Antimuslimischer Rassismus ist längst keine Randerscheinung mehr, im Gegenteil, er ist Teil der antidemokratischen und rassistischen Tendenzen in diesem Land. Er führt nicht nur zu vereinfachten und problematisierenden Bildern über Muslim*innen und deren Lebensrealitäten, sondern ganz konkret zu Gewalt und rassistischer Politik unter dem Deckmantel von Recht & Ordnung. Es braucht nicht nur ein gesamtgesellschaftliche Anstrengung, das Problem in seiner Komplexität und Dimension zu verstehen, sondern auch das Verständnis darüber, dass antimuslimischer Rassismus selten alleine kommt, sondern mit anderen Diskriminierungsformen einhergeht. Das zu verkennen, ist eine reelle Gefahr für die Demokratie."

    Fikri Anıl Altıntaş, Autor

Sei aufmerksam

Antimuslimischer Rassismus kann uns überall begegnen. Aber wie geht man am besten damit um, wenn man ihn erlebt – auch, wenn man nicht selbst davon betroffen ist? Gemeinsam mit der Künstlerin Soufeina „Tuffix“ zeigen wir, wie man als Zeug*in eines Übergriffs in einer solchen Situationen agieren und helfen kann.

Mitmachen bei den Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus 2023!

Wir müssen über antimuslimischen Rassismus im Alltag reden und rassistische Denk- und Verhaltensweisen sichtbar machen. Und Du kannst uns dabei helfen – auf vielen verschiedenen Wegen! Zum Beispiel indem Du ein Foto von Dir mit einem unserer Kampagnenmotive machst und mit dem Hashtag #KeinPlatzFürHass auf Deinen Kanälen teilst. Mit unseren Vorlagen kannst Du darüber hinaus auch Deine ganz individuelle Botschaft erstellen.

Mitmachen – so geht`s: 

Beteiligt Euch an der Online-Fotoaktion und teilt Euer persönliches Statement gegen antimuslimischen Rassismus. Nutzt hierfür das Schild, welches Ihr bald hier downloaden und ausdrucken könnt:

  1. Notiert Euer individuelles Statement gegen antimuslimischen Rassismus,
  2. macht ein Foto und
  3. teilt das Foto im Rahmen der Aktionswoche online unter dem Hashtag #KeinPlatzFürHass.

Alternativ: Nutze das Statement auf der Rückseite des Schildes („Antimuslimischer Rassismus betrifft uns alle. Jeden Tag. Sprechen wir uns dagegen aus!“), mache ein Foto, teile das Foto im Rahmen der Aktionswochen online unter dem Hashtag #keinplatzfürhass.

oder: Nutze während der Aktionswochen auf Instagram die Allianz gegen Hass-Sticker. Die Sticker findest Du indem Du in der Sticker- & GIF-Suche “@claim_allianz” eingibst! Fügt die Sticker in Eure Bilder und Videos ein und markiert uns auf Euren Bildern/Videos (@claim_allianz)!

Warum ist der 1. Juli der Tag gegen antimuslimischen Rassismus?

Am 1. Juli 2009 wurde Marwa El-Sherbini im Landgericht Dresden mit 18 Messerstichen ermordet. Der Täter war der Angeklagte, der Marwa und ihr Kind ein Jahr zuvor rassistisch beleidigte. Auch ihr Mann wurde bei dem Angriff lebensgefährlich verletzt. Ihr 3-jähriger Sohn wurde Zeuge ihres gewaltvollen Todes. Der Mord an der schwangeren, 32-jährigen Pharmazeutin aus Ägypten wurde auch international zur Zäsur dafür, welche Folgen antimuslimischer Rassismus haben kann. Seitdem steht der 1. Juli als Tag gegen antimuslimischen Rassismus und für ein entschiedenes Eintreten für eine solidarische, demokratische, freiheitliche und offene Gesellschaft. 2013 rief der Rat muslimischer Studierender und Akademiker (RAMSA) den 1. Juli zum Tag gegen antimuslimischen Rassismus aus, um Marwa El-Sherbini zu gedenken und auf die tödliche Gefahr von antimuslimischem Rassismus aufmerksam zu machen.

Was ist antimuslimischer Rassismus?

Antimuslimischer Rassismus bezeichnet eine Form von Rassismus, die sich gegen Muslim*innen sowie Menschen richtet, die als Muslim*innen wahrgenommen werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie tatsächlich muslimisch sind oder sich als gläubig beschreiben. Antimuslimischer Rassismus wird auch als Form des „kulturellen Rassismus“ beschrieben. Biologische, kulturelle und religiöse Aspekte werden hier miteinander vermengt und der Islam dabei als etwas Unveränderliches definiert. Jegliches Verhalten von als Muslim*innen wahrgenommenen Menschen wird auf ihn zurückgeführt. Welche Gruppe als „fremd“ wahrgenommen und pauschal abgewertet wird, wird von Machtverhältnissen in einer Gesellschaft bestimmt. Also davon, welche Gruppen die Macht haben, andere zu definieren. Der Machtaspekt ist ein wesentlicher Bestandteil des Rassismusbegriffs.¹

Antimuslimische Diskriminierungen und Übergriffe melden

Es ist davon auszugehen, dass ein großer Teil antimuslimischer Vorfälle nicht erfasst und behördlich verfolgt wird. Expert*innen gehen sogar davon aus, dass lediglich einer von acht Fällen dokumentiert wird. Das liegt auch daran, dass es bisher keine bundesweiten Monitoringstrukturen für Betroffene von antimuslimischem Rassismus gab. Wir möchten das ändern, indem wir die Zahl antimuslimisch motivierter Übergriffe und Diskriminierungen zentral erfassen und sichtbar machen. Mit Deiner Meldung hilfst Du uns, den alltäglichen Rassismus gegenüber Muslim*innen und muslimisch gelesenen Personen besser beleuchten zu können. Bist Du Zeug*in oder Betroffene*r eines antimuslimischen Übergriffs?

Hast Du antimuslimischen Rassismus erlebt oder beobachtet?

Beratung und Unterstützung für Betroffene

Professionelle Unterstützung und Beistand erhalten Menschen, die antimuslimische Gewalt und/oder Diskriminierung erlebt haben, ihre Angehörigen sowie Zeug*innen eines Angriffs in Beratungsstellen vor Ort. Die Beratung kann telefonisch, online oder persönlich erfolgen. Die wichtigsten Anlaufstellen für Betroffene rassistischer Gewalt und Diskriminierung haben wir hier für alle 16 Bundesländer aufgelistet.

Veranstaltungen

Veränderung schaffen wir nur, indem wir gemeinsam aktiv werden. Organisiere Deine eigene Aktion und mach antimuslimischen Rassismus zum Thema! Egal ob in Deinem Büro oder Home Office, im Buchladen um die Ecke, in der Schule, an der Uni oder im Stadtpark – wenn Du uns rechtzeitig über Deine Aktion informierst, helfen wir Dir, so viele Menschen wie möglich darauf aufmerksam zu machen! Informiere uns einfach per E-Mail an info@claim-allianz.de

  • 13. Juni 2023
    „Im Morgen wächst ein Birnbaum“. Lesung von Fikri Anıl Altıntaş, im Gespräch mit Sapir von Abel (Heidelberg)

    Uhrzeit
    19:30 Uhr
    Ort
    Kulturhaus Karlstorbahnhof, Marlene-Dietrich-Platz 3, 69126 Heidelberg
    Eintritt
    frei

    Format:                 Lesung

    Organisation:     Jüdisch-Muslimische Kulturtage Heidelberg

  • 19. Juni 2023
    23 #yallahtalks – “ Deutsch sein und Muslimisch sein – Geht doch nicht?“ – Onlinegespräch zu Auswirkungen von antimuslimischen Rassismus bei Jugendlichen (online)

    Uhrzeit
    18:00 - 21:00 Uhr
    Ort
    online
    Eintritt
    frei
    Teilnahme

    Anmeldungen bitte an: info@yallah-saar.de

    Format:                 Onlinegespräch

    Organisation:     Yallah! Fach- und Präventionsstelle Islamismus und antimuslimischer Rassismus

  • 21. Juni 2023
    Infostand zum Tag gegen antimuslimischen Rassismus

    Uhrzeit
    10:00 - 15:30
    Ort
    Marktplatz St. Ingbert
    Eintritt
    kostenlos

    21.06.23 / 10:00-15:30Uhr / Infostand zum Tag gegen antimuslimischen Rassismus mit Rahmenprogramm des Landessportverbands des Saarlandes, Marktplatz St. Ingbert

  • 21. Juni 2023
    Online-Safer Space für muslimisch gelesene Menschen (online)

    Uhrzeit
    17:30 - 19:30 Uhr
    Ort
    online
    Eintritt
    frei
    Teilnahme

    Anmeldungen bitte an:      info@yallah-saar.de

    Organisation:     Yallah! Fach- und Präventionsstelle Islamismus und antimuslimischer Rassismus

  • 22. Juni 2023
    Infostand mit Strandbar (Merzig (Saar))

    Uhrzeit
    10:00 - 13:00 Uhr
    Ort
    Fußgängerzone Merzig (Saar)
    Eintritt
    frei

    Format:                 Infostand mit Strandbar

    Organisation:     Yallah! Fach- und Präventionsstelle Islamismus und antimuslimischer Rassismus

  • 22. Juni 2023
    Empowerment- und Handlungsstrategien im Umgang mit antimuslimischem Rassismus (online)

    Uhrzeit
    10:30
    Ort
    Digital
    Eintritt
    kostenlos
    Teilnahme

    Empowerment- und Handlungsstrategien im Umgang mit antimuslimischem Rassismus
    Fachvortrag am 22.06.23 mit Ouassima Laabich

    Rassismuserfahrungen sind für muslimische oder muslimisch gelesene Jugendliche alltäglich und eine Herausforderung, mit der sie permanent konfrontiert werden. Sei es in der Freizeit, in der Schule oder auch über Social Media. Diese Erfahrungen sind für Betroffene verletzend und wirken ausgrenzend. Antimuslimisch-rassistische Diskurse weisen historische Kontinuitäten auf. Sie wirken in Realisierungspotentiale und Rechte von muslimischen und muslimisch gelesenen Jugendlichen sowie ihrer (Selbst-)Organisationen ein.

    Diese Logiken gehen nicht spurlos an ihnen vorbei, daher stellen wir uns gemeinsam folgende Fragen: Wie gehen muslimische Jugendliche mit antimuslimischem Rassismus um? Welche Handlungsstrategien wählen sie, um sich durch hegemoniale Diskurse zu navigieren und Fremddeutungen eine Absage zu erteilen? Wie finden Empowermentstrategien hier ihren Platz? Im Gespräch mit der Politikwissenschaftlerin Ouassima Laabich tauschen wir uns zu diesen und weiteren Fragen aus. Anhand empirischer Beispiele aus der Praxis und ihrer Forschung wird zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion eingeladen.

  • 22. Juni 2023
    Diskussionsrunde für Jugendliche zum Tag gegen antimuslimischen Rassismsus

    Uhrzeit
    16:00 - 18:00
    Ort
    Jugendhaus Merzig
    Eintritt
    kostenlos

    Durchgeführt von:

    Yallah! Fach- und Präventionsstelle Islamismus und antimuslimischer Rassismus Forschungs- und Transferstelle Gesellschaftliche Integration und Migration (GIM) / FITT gGmbH
    Rajka Habel
    habel@gim-htw.de
    Saaruferstraße 16 | D- 66117 Saarbrücken
    T +49 173 / 9084 779

  • 22. Juni 2023
    Gesicht zeigen gegen antimuslimischen Rassismus

    Uhrzeit
    13:00 - 15:00
    Ort
    Berlin
    Teilnahme

    An der Moabiter Brücke, beim Gehweg Helgoländer Ufer Ecke Kirchstraße (neben der historischen Laterne)

  • 23. Juni 2023
    Antimuslimischer Rassismus sichtbar machen (Göttingen)

    Uhrzeit
    14:30
    Ort
    Büro für Integration der Stadt Göttingen
    Eintritt
    kostenlos
    Teilnahme

    Kostenlose Präsenzveranstaltung des Büros für Integration der Stadt Göttingen im Rahmen von „Gemeinsam unterwegs – Dialog der Religionen Göttingen“

    Antimuslimischer Rassismus ist in der Mitte der Gesellschaft verankert. Das zeigt nicht nur unsere Alltagserfahrung, sondern belegen zahlreiche Studien wie der „Religionsmonitor“ der Bertelsmann-Stiftung und die Leipziger Autoritarismus-Studie 2022. Dennoch findet das Phänomen kaum Beachtung.

    Warum fehlt die notwendige Anerkennung? Woran können wir antimuslimischen Rassismus erkennen? Hanna Attar wird in ihrem Vortrag das Phänomen „antimuslimischer Rassismus“ beschreiben und Handlungsmöglichkeiten vorstellen. Attar arbeitet als Projektmanagerin bei „CLAIM // Allianz gegen Islam – und Muslimfeindlichkeit“.

    Die Veranstaltung ist Teil der HORiZONT-Reihe „Deutsch-muslimische Identitäten: religiös – vielfältig – demokratisch“. HORiZONT wird gefördert vom L-DZ Niedersachsen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und der Stadt Göttingen.

  • 24. Juni 2023
    Menschenhass und Diskriminierung: Erinnerung an den Fall von Marwa El-Sherbini

    Uhrzeit
    17:00 - 19:00
    Ort
    Dar-in e.V., Meerwiesertalweg 3, 66123 Saarbrücken
    Eintritt
    kostenlos

    Vortrag und Austausch: Menschenhass und Diskriminierung: Erinnerung an den Fall von Marwa El-Sherbini, Dar-in e.V., Meerwiesertalweg 3, 66123 Saarbrücken

    Info unter info@dar-in.org

  • 25. Juni 2023
    Muslim Voices Hannover

    Uhrzeit
    15:00 Uhr
    Ort
    Hannover
    Eintritt
    frei

    Format:                  Ausstellung & Talk

    Organisation:      Schwarze Schafe e.V. + Antidiskriminierungsstelle der Landeshauptstadt Hannover

  • 26. Juni 2023
    QUARARO – entscheide mit! Das Demokratielernspiel. (Leipzig)

    Uhrzeit
    11:00 - 15:00 Uhr
    Ort
    Leipzig, Stadtteilpark Rabet

    Das Demokratielernspiel QUARARO, entwickelt von der RAA Berlin Zweigstelle in Heidelberg, kann nun auch in Leipzig gespielt werden. Es fördert die Entscheidungs- und Meinungsbildung für Gruppen ab 5 bis 15 Personen und ist geeignet für Spieler:innen von 10 bis 99 Jahren – auch in altersgemischten Gruppen problemlos spielbar.

    Wer: Haus der Sozialen Vielfalt e.V. als Partner im Leipziger Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus, QUARARO wurde entwickelt von der RAA Berlin Zweigstelle in Heidelberg

  • 26. Juni 2023
    „Nichtdiskriminierung – Mein Recht?“ – Podiumsdiskussion an der Universität des Saarlandes (Saarlandes)

    Uhrzeit
    18:00 - 20:00 Uhr
    Ort
    Universität des Saarlandes
    Eintritt
    frei

    Format:                 Podiumsdiskussion

    Organisation:     Yallah! Fach- und Präventionsstelle Islamismus und antimuslimischer Rassismus

  • 27. Juni 2023
    Verstehen und erkennen! – Umgang mit antimuslimischem Rassismus im Kontext der Kinder- und Jugendarbeit (online)

    Uhrzeit
    17:00 - 20:00 Uhr
    Ort
    online
    Eintritt
    frei
    Teilnahme

    Teilnahme über folgenden Link:

    https://eu01web.zoom.us/j/61995744435?pwd=cUZhQlltNHVycmphOXNkQjFpemx5Zz09

    Format:                digitaler Workshop

    Organisation:     Kompetenznetzwerk Islam- und Muslimfeindlichkeit

  • 27. Juni 2023
    Graffiti-Workshop #KeinPlatzfürHass (Leipzig)

    Uhrzeit
    14:00 - 17:00 Uhr
    Ort
    Stadtteilladen Grünau, Stuttgarter Allee 19, 04209 Leipzig
    Eintritt
    frei

    Format:                 Graffiti-Workshop

    Organisation:     Leipziger Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus

  • 27. Juni 2023
    Aktionstag – informieren, austauschen, aktiv und kreativ sein (Leipzig)

    Uhrzeit
    13:00 - 18:00 Uhr
    Ort
    Leipzig, Stadtteilladen Grünau, Stuttgarter Alle 19
    Eintritt
    kostenlos

    mit Erzählcafe, Web-Dokumentation „Gegen uns. Anstimuslimische Gewalt gegen Frauen: Der Mord an Marwa El-Sherbini“, Social Media Aktion sowie Sprühaktion und Kreativangebote für Kinder

    Wer: Quartiersmanagement Grünau, Koordinierungsstelle Migration Integration Grünau von Pandechaion Herberge e.V., Leipziger Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus

  • 28. Juni 2023
    Aktionsstand gegen Antimuslimischen Rassismus (Bergisch Gladbach)

    Uhrzeit
    10:00 - 13:00
    Ort
    Bergisch Gladbach, Ecke Marktplatz (Fußgängerzone)
    Eintritt
    kostenlos

    Wer: Wegweiser RBK & OBK, Antidiskriminierungsstelle Leichlingen, Caritas Fachdienst Integration und Migration, Caritas vielfalt.vielwert, Jugendmigrationsdienst Rhein-Berg, Integrationsrat Bergisch Gladbach, Aktion Neue Nachbarn

  • 29. Juni 2023
    Schutzlos im Schutzraum – antimuslimischer Rassismus im Gesundheitssystem (Minden-Lübbecke)

    Uhrzeit
    15:00 - 16:30 Uhr
    Ort
    Kreisverwaltung Minden-Lübbecke
    Eintritt
    frei

    Format:                Workshop

    Organisation:     Kommunales Integrationszentrum Minden-Lübbecke

  • 29. Juni 2023
    „Schutzlos im Schutzraum“ – antimuslimischer Rassismus im Gesundheitssystem (Minden-Lübbecke)

    Uhrzeit
    15:00
    Ort
    Minden-Lübbecke
    Eintritt
    kostenlos
  • 30. Juni 2023
    Neutralität im Kontext von Anti-Muslimischen Realitäten

    Uhrzeit
    18:30
    Ort
    Humboldt-Universität zu Berlin
    Eintritt
    kostenlos
    Teilnahme

    Freitag, 30.6.2023 • 18:30 • Humboldt-Universität zu Berlin • Festsaal Luisenstr. 56 • 10115 Berlin •

    Info: www.bim.hu-berlin.de

    Anmeldung unter: https://dezim.limequery.com/313356?lang=de

    Neutralität im Kontext von Anti-Muslimischen Realitäten

    Grußwort
    Ferda Ataman (Antidiskriminierungsbeauftrage des Bundes)

    Input „Anti-Muslimische Diskriminierung auf dem deutschen Arbeitsmarkt – die Perspektive von Betroffenen“
    Prof. Dr. Zerrin Salikutluk
    (BIM, Juniorprofessorin für Migration und Geschlecht/DeZIM, Co-Leitung NaDiRa)

    „Neutrales Erscheinungsbild oder diskriminierende Erwartungen? – Kopftuchverbote im Lichte des Unions- und Verfassungsrechts“
    Dr. Aqila Sandhu
    (Universität Augsburg)

    Podiumsdiskussion mit:

    Dr. Aqila Sandhu (Universität Augsburg) Tuba Bozkurt (MdA von Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) Gabriele Boos-Niazy (Aktionsbündnis muslimischer Frauen), Saba-Nur Cheema (Goethe-Universität, Frankfurt)
    Moderation: Dalal Mahra (Kopftuchmädchen)

  • 30. Juni 2023
    Podiumsdiskussion: Wie salonfähig ist antimuslimischer Rassismus? (Duisburg)

    Uhrzeit
    17:00 Uhr
    Ort
    Rathaus Duisburg, Ratssaal, Burgplatz 19, 47051 Duisburg
    Eintritt
    frei

    Rassismus gegenüber Menschen, die als muslimisch wahrgenommen werden ist trauriger Alltag. Feindselige Blicke, Beschimpfungen, nicht nur online, sondern auch im Alltag. Wie wirken sich Ablehnung, Hass und Gewalt auf das Leben von Musliminnen und Muslimen aus sowie auf Menschen, die als muslimisch markiert werden?  Diese und weitere Fragestellungen möchten wir mit Ihnen/Euch gemeinsam erörtern und diskutieren.

  • 30. Juni 2023
    Was hat amR mit dir zu tun? – Wir diskutieren die Ergebnisse des UEM Berichts mit Akteur:innen aus (Lokal-)Politik, Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft (Leipzig)

    Uhrzeit
    19:30 Uhr
    Ort
    Leipziger Stadtbibliothek, Wilhelm-Leuschner-Platz 10 - 11, 04107, Leipzig
    Eintritt
    kostenlos

    Format:                Wir diskutieren die Ergebnisse des UEM-Berichts mit Akteur:innen aus Politik, Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft.

    Mit: Djamel Amelal (Vorstand des Islamischen Kulturcenters Halle e.V.), Manuela Andrich (Leiterin Referat für Migration und Integration der Stadt Leipzig), Özcan Karadeniz (Geschäftsführer Verband binationaler Familien und Partnerschaften e.V. , UEM-Mitglied), Dr. Gesine Märtens(Staatssekräterin des Sächsischen Staatsministerium der Justiz für Demokratie, Europa und Gleichstellung), Yasemin Said (Projektleitung Perspectives, Urban Souls e.V.), Moderation: Khaldun Al Saadi

    Wer:    Leipziger Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus

  • 30. Juni 2023
    Antimuslimischen Rassismus und die Bedeutung von Vielfalt in Deutschland (Stuttgart)

    Uhrzeit
    14:00 - 17:00 Uhr
    Ort
    IW8 Innenhof/ Siemensstraße 140, 70469 Stuttgart
    Eintritt
    frei

    Format:               Ausstellung

    Organisation:     Sozialdienst muslimischer Frauen Stuttgart

  • 01. Juli 2023
    Öffentliche Gedenkveranstaltung in Gedenken an alle Opfer rassistischer Gewalt

    Uhrzeit
    16:00 -17:00
    Ort
    Hamburg, Jungfernstieg
    Eintritt
    kostenlos
  • 01. Juli 2023
    Informations- und Aktionsstand „Was hat Marwa mit dir zu tun? (Leipzig)

    Uhrzeit
    14:00 - 18:00 Uhr
    Ort
    Stadtteilpark Rabet
    Eintritt
    frei

    Format:                Information, Vernetzung und Austausch

    Organisation:    Quartiersmanagement Leipziger Osten, Leipziger Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus

  • 01. Juli 2023
    Yortsayt-Gedenkveranstaltung an Marwa El- Sherbini, zum Tag gegen antimuslimischen Rassismus (Bremen)

    Ort
    Marwa-El-Sherbini-Platz in Bremen
    Eintritt
    frei

    Format:                 Gedenkveranstaltung

    Organisation:     Köfte Kosher und weitere Akteur*innen

  • 01. Juli 2023
    Gedenkkundgebung an Marwa El-Sherbini

    Uhrzeit
    14:00
    Ort
    Marwa El-Sherbini-Park, Lothringer Straße

    Gedenkkundgebung an Marwa El-Sherbini
    Wir erinnern an das Leben der mutigen Frau mit einem Gedenkgang mit drei Stationen in der Johannstadt . Ab ca. 15:30 Uhr Gespräch & Begegnung im Garten des Johannstädter Kulturtreffs.

    Veranstaltet durch: Initiativkreis Gedenken.Erinnern.Mahnen,
    Frauentreff des Ausländerrates Dresden e.V.

  • 01. Juli 2023
    Tag der offenen Tür #KeinPlatzFürHass (Kempten)

    Uhrzeit
    12:00 - 18:00 Uhr
    Ort
    Fürstenstraße 23 , 87439 Kempten
    Eintritt
    frei

    Format:               Tag der offenen Tür

    Organisation:     Sozialdienst muslimischer Frauen – Kempten

  • 01. Juli 2023
    Tag gegen antimuslimischen Rassismus: Dialog zwischen Politik und Zivilgesellschaft

    Uhrzeit
    17:30
    Ort
    August Bebel Institut Berlin
    Eintritt
    kostenlos
    Teilnahme

    Mit Hakan Demir (SPD), Jessica Bajinksi (CLAIM) und Sevinç Kuzuoğlu (Muslimisch gelesene Vielfalt im Gespräch)

  • 01. Juli 2023
    Radiobeiträge zum Tag gegen antimuslimischen Rassismus (Radio Blau)

    Uhrzeit
    14:00 - 17:00 Uhr
    Ort
    https://www.radioblau.de In Leipzig auf UKW 99,2, 94,4 und 89,2 MHz
    Eintritt
    frei
    Teilnahme

    Format:
    14 – 15 Uhr Informationen und Stimmen zum Tag gegen antimulimischen Rassismus, 15 – 17 Uhr Mitschnitt der Podiumsdiskussion zum Bericht des Unabhängigen Expert:innenkreis Muslimfeindlichkeit (UEM) vom 30.06. in der Leipziger Stadtbibliothek, mit Djamel Amelal (Vorstand des Islamischen Kulturcenters Halle e.V.), Manuela Andrich (Leiterin Referat für Migration und Integration der Stadt Leipzig), Özcan Karadeniz (Geschäftsführer Verband binationaler Familien und Partnerschaften e.V. , UEM-Mitglied), Dr. Gesine Märtens (Staatssekräterin des Sächsischen Staatsministerium der Justiz für Demokratie, Europa und Gleichstellung), Yasemin Said (Projektleitung Perspectives, Urban Souls e.V.), Moderation: Khaldun Al Saadi

    Organisation:
    Leipziger Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus

  • 01. Juli 2023
    DIA-Stand auf dem Sommerfest der Berliner Bürgerplattformen

    Ort
    wird noch bekanntgegeben
    Eintritt
    kostenlos
  • 02. Juli 2023
    Ein biografischer Spaziergang mit Viktoria

    Uhrzeit
    15:00
    Ort
    Dresden
    Teilnahme

    Der Treffpunkt wird nach Anmeldung
    bei touren@auslaenderrat.de bekannt gegeben.

    Ein biografischer Spaziergang mit Viktoria
    Eine Führung aus Frauenperspektive: Viktoria berichtet über ihre
    Flucht nach Dresden, die Lebensrealitäten muslimischer Frauen
    und lädt zum Gespräch ein.

    Der Treffpunkt wird nach Anmeldung
    bei touren@auslaenderrat.de bekannt gegeben.

    Veranstaltet durch: Dresdner Migrationsgeschichten des
    Ausländerrat Dresden e.V.

  • 02. Juli 2023
    Ich bin Muslim*a mit Dortmundhintergrund

    Uhrzeit
    16:00
    Ort
    Dortmund
    Teilnahme

    02.07.2023 – 16:00- 19:00

    Fritz-Henssler-Haus Dortmund

    Podiumsdiskussion

    mit Fatime Şahin (Bündnis90/Die Grüne), Manfres Kossack (Sonderbeauftragter der Stadt Dortmund), Malika Mansouri (Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit DRK Herford), Elvedin Goljica (Muslimisches Jugendwerk)

    Moderation: Deniz Greschner (Multikulturelles Forum)

  • 03. Juli 2023
    Die Erfindung des muslimischen Anderen (Erfurt)

    Uhrzeit
    17:00
    Ort
    Erfurt
    Eintritt
    kostenlos
    Teilnahme

    Die Veranstaltung ist kostenlos und findet in Kooperation mit dem Zentrum für Integration und Migration (ZIM) und dem Büro Migration und Integration der Stadt Erfurt statt. Für kleine Snacks und Getränke wird gesorgt sein!

    Wir bitten um Anmeldung via Email an s.sisouphantavong@damigra.de.

    oder per Whatsapp/Telegram an +49 176 603 823 46.

    Im Rahmen des Tags gegen antimuslimischen Rassismus am 01. Juli soll die Problematik des antimuslimischen Rassismus sicht- und hörbarer gemacht werden. Dazu lädt woman. raised zur Veranstaltung “Die Erfindung des muslimischen Anderen. Kopftuchdebatten und antimuslimischer Rassismus“ am 03. Juli um 17:00 Uhr in die Kleine Synagoge in Erfurt ein.

    Gemeinsam mit Anna Sabel und Fatma Kütle vom Verband binationaler Partnerschaften und Familien soll für die Thematik des antimuslimischen Rassismus sensibilisiert werden. Der Vortrag soll dazu beitragen, diese Diskriminierungsform zu erkennen, zu benennen, und das Bewusstsein in der Dominanzgesellschaft zu schärfen.

    Darauf aufbauend gibt es ein Podiumsgespräch mit engagierten Frauen in Erfurt.

  • 03. Juli 2023
    Aktionsstand gegen Antimuslimischen Rassismus (Gummersbach)

    Uhrzeit
    11:00 - 14:00
    Ort
    Gummersbach
    Eintritt
    kostenlos

    Wer: Wegweiser RBK & OBK, Netzwerk gegen Rechts Im Oberbergischen Kreis, Caritas Integrationsagentur Gummersbach, Jugendmigrationsdienst Oberbergischer Kreis

  • 04. Juli 2023
    Gedenken an Marwa El-Sherbini

    Uhrzeit
    14:00
    Ort
    Landgericht Dresden, Lothringer Straße 1

    Gedenken an Marwa El-Sherbini

    Öffentliche Gedenkveranstaltung mit Redebeiträgen,einer Schweigeminute und Kranzniederlegung.

    Veranstaltet durch: Sächsisches Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und
    Gleichstellung; Landeshauptstadt Dresden,
    Ausländerrat Dresden e.V.

  • 07. Juli 2023
    Gemeinsam gegen Muslimfeindlichkeit – Gemeinsam gegen Hass

    Uhrzeit
    17:00
    Ort
    DITIB Selimiye Camii/Moschee Neu-Isenburg
    Teilnahme

    Interessierte ab 13 Jahren

    Am 01.07. jährt sich der Jahrestag zum Gedenken an Marwa El-Sherbini. Die gläubige Muslima und werdende Mutter wurde am 01. Juli 2009 im Landgericht Dresden von einem rechten Gewalttäter ermordet, als sie als Zeugin gegen diesen aussagte. Der Mord ist Anlass, um über Muslimfeindlichkeit ins Gespräch zu kommen.

    Das CLAIM Netzwerk, in dem sich bundesweit über 50 Organisationen gegen Muslimfeindlichkeit engagieren, nimmt den Jahrestag der Ermordung von Marwa El-Sherbini zum Anlass, um auf die Muslimfeindlichkeit in unserer Gesellschaft hinzuweisen. #KEINPLATZFÜRHASS

    Auch im Kreis Offenbach erleben wir gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, stereotype Zuschreibungen und Muslimfeindliche Einstellungen.
    Nicht nur am rechten Rand, auch in der Mitte der Gesellschaft, finden sich zunehmend auch muslimfeindliche Phänomene. Diese Entwicklung besorgt uns. Immer wieder stellen wir fest, dass ein Austausch untereinander und das gemeinsame Kennenlernen dazu beitragen kann, Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu begegnen.

    In diesem Jahr fällt die Kampagne in die Zeit des muslimischen Opferfestes. Wir möchten daher junge Menschen, egal ob ihr Euch als religiös versteht oder nicht, dazu einladen mit Muslimen ins Gespräch zu kommen.
    Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem DITIB Elternverband Hessen, der DITIB-Selimiye Camii Moschee im Rahmen des Projektes „Glaube.Gemeinsam.Gestalten.“ im Evangelischen Dekanat Dreieich-Rodgau .

  • 08. Juli 2023
    Kick racism – antirassistisches Fußballturnier in Erinnerung an Marwa

    Ort
    Ostragehege

    Kick racism – antirassistisches Fußballturnier in Erinnerung anMarwa

    Infos: www.facebook.com/marwacup | Anmeldung: kickracism@dresdner-sc.de

    Veranstaltet durch: Fanclub Intergalactic Jesters des Dresdner SC 1898 e.V.

Partner

Mit einem breiten bundesweiten Bündnis wenden wir uns entschieden gegen Hass und antimuslimischen Rassismus.

  • aej
    Rat muslimischer Studierender & Akademiker
    Jugendkulturen, Islam & politische Bildung
  • Abrahamisches Forum in Deutschland
    Stiftung für die internationalen Wochen gegen Rassismus
    KIgA – Politische Bildung für die Migrationsgesellschaft
  • LA RED
    ADBN – Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin des TBB
    AMF
  • Life e.V.
    Junge Islam Konferenz
    fair International
  • Yallah Saar
    .minor
    RAHAMA
  • Mosaik e.V.
    Verband binationaler Familien und Partnerschaften
    ZEOK e.V.
  • WoW
    BFmF
    AntiDiskriminierungsBüro Köln
  • Bosnische Gemeinde Velbert e.V.
    Muslim Story
    Bundesarbeitsgemeinschaft Religiös begründeter Extremismus
  • Gesicht zeigen!
    Jung muslimisch aktiv
    Katholische Erwachsenenbildung im Land Sachsen-Anhalt e.V.
  • Muslimisches Jugendwerk
    Muslimische Jugend in Deutschland
    Zentrum für Extremismusprävention e.V.
  • Sozialdienst muslimischer Frauen e.V.
    Arbeitskreis Muslimische Flüchtlingsarbeit in Köln
    Backup
  • Deutschsprachiger Muslimkreis Karlsruhe
    Demokratiezentrum Land Bremen
    Elephantastisch Hamm
  • Haus SoVi
    In-Haus
    Kommunales Integrationszentrum Köln
  • Kreis Groß-Gerau
    Mina e.V.
    Multikulturelles Forum e.V.
  • Schwarzkopf Stiftung Junges Europa
    TBDT - Türkeistämmige Bürgerinnen und Bürger in NRW für Demokratie und Teilhabe
    Maimonides Bildungswerk - Courgagiert!Gemeinsam gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit
  • Verband muslimischer Lehrkräfte (VmL) e. V.
    Deutsche Islam Akademie (DIA) e. V.
    Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) e. V.
  • ISD Hannover e. V.
    Bildungsteam Berlin Brandenburg e. V.
    Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen (ADAS)
  • FödeM – Bildungsinitiative Förderung des deutschsprachigen Muslimseins
    Raum 3 – Empowerment Junger Muslim*innen durch Medienarbeit
    streetwork@online
  • SWANS Initiative
    CD Kaserne - Wer sind wir? Denken, Sprechen, Handeln in der Islamdebatte
    Couragiert!
  • Holla e.V.

Presse

Liebe Journalist*innen, wir stellen gerne unsere Plakat-Motive sowie Pressefotos für Ihre Berichterstattung zur Verfügung. Bitte kontaktieren Sie uns unter presse@claim-allianz.de.

Aktuelle Presseinformationen zu den Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus finden Sie online im Pressebereich von CLAIM: https://www.claim-allianz.de/presse/

Förderung

Die Kampagne ist Teil des Modellprojektes „Das ist antimuslimischer Rassismus. Antimuslimischen Rassismus erkennen und handeln.“, welches das Ziel hat, die Öffentlichkeit im Hinblick auf antimuslimischen Rassismus zu sensibilisieren und Betroffene zu stärken und wird durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und zugleich die Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus gefördert.

Die Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus werden gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“